Die Entwicklung des Lebens


Der Paläontologe Neil Shubin nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die »Geschichte des Lebens«.

Robin Gerst | Spektrum

Die Evolution ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem sich Lebewesen verändern und entwickeln. In den vergangenen vier Milliarden Jahren entstanden auf diese Weise ungeheuer komplexe Organismen und differenzierte anatomische Gebilde – man denke allein an die Fähigkeit, Luft mit Lungen zu atmen, an die Umwandlung von Flossen zu Kiemen oder an das Entstehen der Wirbelsäule.

Der Paläontologe Neil Shubin, Experte für Fische und Amphibien, nimmt den Leser mit auf diese Reise des Lebens und erzählt Geschichten von Paläontologen, Biologen und Genetikern sowie aus dem Forschungsgeschehen.

Genetik als Motor der Evolution des Lebens

Das Buch ist keine klassische Einführung in die Evolutionslehre, Shubin setzt ein Grundwissen darüber voraus. Ebenso wenig handelt es sich um eine fossilienbezogene Darstellung der Stammesgeschichte. Vielmehr erklärt der Autor anhand paläontologischer, historischer und biologischer Beispiele die fundamentale Rolle der Genetik bei der Evolution des Lebens. In einfachen Worten beschreibt er, welche in Anatomie und Fossilien beobachteten Phänomene und Entwicklungen sich mit welchen genetischen Hintergründen erklären lassen. Der englische Untertitel des Buchs »Decoding four billion years of life, from ancient fossils to DNA« wird dem tatsächlichen Inhalt wesentlich gerechter als der deutsche.

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