Hackedicht am Weitermachen


Quote vor! Die ARD will pandemiekritischen Schauspielern bis zum Sommer dieses Jahres ein verbindliches Rollenangebot machen.

Christian Bartel | taz

„Babylon Berlin“ – neuerdings mit Sex und Verschwörungen. Foto: dpa

„Die arabische Übersetzung des Parteinamens ‚Die Basis‘ lautet ‚al-Qaida‘“, raunt Drehbuchautor Robert Ebert leicht paranoid. „Zufall? Wohl kaum!“ Schon seit der ersten Staffel sitzt Ebert im Writers Room der deutschen Erfolgsserie „Babylon Berlin“. Bisher hatte ihm die Arbeit an der historischen Krimireihe aus der Zeit der Weimarer Republik Spaß gemacht, doch seit bekannt wurde, dass Hauptdarsteller Volker Bruch Mitglied ebenjener „Basis“ genannten Querdenker-Partei werden will, plagen den Autor arge Zweifel.

Zu diesen Zweifeln wird er allerdings von höchster Stelle genötigt. Der Einfluss der Querdenker-Partei mag vernachlässigenswert sein, das Renommee einer gefeierten Serie ist es nicht. „Ohne ‚Babylon Berlin‘ verliert Deutschland den Anschluss als Fernsehnation“, glaubt Ebert. „Wir brauchen Bruch als Kommissar Rath.“

Ergo muss der Autor auf die Empfindlichkeiten seines verschwörungsgläubigen Stars Rücksicht nehmen. Die Spielhandlung solle künftig auch Meinungen „außerhalb des wissenschaftlichen Mainstreams“ einbinden, heißt es eher vage aus dem Writers Room. „Gibt es das Coronavirus überhaupt?

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