Kanalinsel Jersey: Kriegsschiffe im Fischereistreit


Nach dem Brexit streiten sich Frankreich und Großbritannien um Fischereilizenzen im Ärmelkanal. Französische Fischerboote haben nun aus Protest einen Hafen der Insel Jersey blockiert. Beide Länder schickten Marineschiffe.

tagesschau

Ein britisches Kriegsschiff patrouilliert hinter einem Fischerboot vor der Küste von Jersey | AFP

Nach dem Brexit verschärft sich der Streit zwischen Frankreich und Großbritannien um Fischereirechte: Der britische Regierungschef Boris Johnson entsandte zwei Kriegsschiffen in das Seegebiet vor die Insel Jersey im Ärmelkanal. Er reagierte damit auf eine drohende Blockade des Hafens von Saint Helier durch mehr als 50 französische Fischkutter. Nach britischen Angaben sollen die Kanonenschiffe „HMS Severn“ und „HMS Tamar“ „die Lage überwachen“. Es handele sich um eine „rein präventive Maßnahme“, erklärte das Verteidigungsministerium in London. Premier Johnson hatte die drohende französische Blockade der Kanalinsel zuvor als „völlig ungerechtfertigt“ bezeichnet.

Auch Frankreich schickt Patrouillenboote

Frankreich entsandte nun ebenfalls zwei Marineschiffe. Die beiden Patrouillenboote halten sich in französischen Gewässern in der Nähe der Insel auf, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die zuständige Seepräfektur berichtete. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um notfalls Menschenleben zu retten.

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