Neue Daten zu Sinusvenenthrombosen


Eine Auswertung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie bestätigt: Sinusvenenthrombosen sind nach einer Impfung mit AstraZeneca häufiger als nach einer Impfung mit den mRNA-Impfstoffen von BioNTech und Moderna. Auffällig war, dass das Risiko nicht nur bei jüngeren, sondern auch bei älteren Frauen erhöht ist. Dieser Befund könnte Auswirkungen auf die zukünftige Impfstrategie haben. Die Forscher betonen jedoch, dass das Risiko insgesamt sehr gering ist und der Nutzen der Impfungen bei weitem überwiegt.

wissenschaft.de

Gefäße des Gehirns. (Bild: Raycat/ iStock)

Der Impfstoff ChAdOx1 von AstraZeneca steht in Kritik, da er in sehr seltenen Fällen als schwere Nebenwirkung Thrombosen in den Sinus- und Hirnvenen verursachen kann. Diese Thrombosen, bei denen der Blutabfluss aus dem Gehirn gestört ist, können zu schwerwiegenden neurologischen Schäden und Schlaganfällen führen. Nachdem die ersten Fälle bekannt wurden, setzte Deutschland die Impfungen mit AstraZeneca zwischenzeitlich aus und änderte die Impfempfehlung danach dahingehend, dass nur noch Personen über 60 Jahren diesen Impfstoff erhalten. Für diese Altersgruppe galt das Thromboserisiko bislang als geringer.

weiterlesen