Missbrauch: Auflösung des EKD-Betroffenenbeirats steht im Raum


Seit Monaten verläuft die Zusammenarbeit zwischen Missbrauchsbetroffenen und der Evangelischen Kirche in Deutschland holprig. Fünf Mitglieder des EKD-Betroffenenbeirats sind bereits zurückgetreten. Nun droht seine Arbeit „ausgesetzt“ zu werden.

katholisch.de

Bei der Aufarbeitung und Prävention von sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche steht die Arbeit des Betroffenenbeirats infrage. „Mit Sorge haben wir wahrgenommen, dass innerhalb kurzer Zeit fünf der ursprünglich zwölf Mitglieder des Betroffenenbeirats zurückgetreten sind. Zudem wurde aus dem Gremium heraus selbst ein Antrag auf Auflösung gestellt“, sagte der Sprecher des Beauftragtenrates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Christoph Meyns, am Freitag. Zugleich betonte er, dass die Beteiligung von Betroffenen an der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt für die evangelische Kirche „zentral und unverzichtbar“ sei.

Meyns reagierte damit auf eine Berichterstattung des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Laut „Spiegel“ geht aus einem internen Schreiben der EKD hervor, dass die Tätigkeit des Beirats „ausgesetzt“ werden soll.

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