Rassismus-Vorwürfe: Boris Palmer provoziert auf Facebook mit N-Wort


Dem Tübinger Oberbürgermeister ist ein Satire-Versuch auf Facebook schwer missglückt. Er mischte sich in den Streit von Lehmann und Aogo ein.

Berliner Zeitung

Imago/Reiner Zensen
Boris Palmer (B90/Grüne) sei schon in der Vergangenheit durch rassistische Kommentare aufgefallen. Jetzt hat sich in die Debatte um Jens Lehmann und Dennis Aogo eingemischt.

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat in einem Facebook-Post das N-Wort benutzt und damit einen Sturm der Empörung ausgelöst. Palmer kommentierte in seinem Post das vorläufige Aus von Dennis Aogo als Sky-Experte. Der ehemalige Fußballnationalspieler Jens Lehmann hatte Aogo als „Quotenschwarzen“ bezeichnet, woraufhin Aogo mit der Aussage „Sie trainieren bis zum Vergasen“ konterte. Nach diesen verbalen Fehltritten legten beide ihre Ämter nieder.

In einem ersten Kommentar prangerte Palmer die sogenannte Cancel Culture an, die er hinter dem Rücktritt Aogos und Lehmanns vermutet. Er schreibt: „Cancel culture macht uns zu hörigen Sprechautomaten, mit jedem Wort am Abgrund“. Er wolle nicht in einem „Sprachjakobinat“ leben.

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