Schwaetzer: Kirche muss bei Missbrauch Deutungshoheit aufgeben


In diesen Tagen kommt erstmals die neue Synode der evangelischen Kirche zusammen. Personalentscheidungen und wichtige Zukunftsfragen stehen an. Aber auch die Vergangenheit holt das Kirchenparlament erneut beim Thema Missbrauch ein.

evangelisch.de

Die scheidende Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Irmgard Schwaetzer, hat von ihrer Kirche einen demütigeren Umgang mit Fällen sexualisierter Gewalt gefordert. „Ich bin der Überzeugung, dass die evangelische Kirche Macht und Deutungshoheit abgeben muss“, sagte Schwaetzer am Freitag beim ersten Treffen der neu zusammengesetzten Synode der EKD. Kurz zuvor war neuer Streit zwischen Verantwortlichen in der Kirche und Betroffenen von Missbrauch bekannt geworden. Bei der digitalen Tagung kandidiert die frühere Bundesministerin Schwaetzer nicht erneut für das kirchliche Leitungsamt. Die Synode wird am Samstag ein neues Präsidium wählen. Auf der Tagesordnung stand zudem die Herausforderung für die Kirchen durch die Corona-Pandemie.

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