Seehofer zweifelt nicht an Maaßens demokratischer Gesinnung


Als Innenminister hatte Seehofer den damaligen Verfassungsschutz-Präsidenten nach umstrittenen Äußerungen in den Ruhestand versetzt. Maaßens Mandat in Thüringen sieht der CSU-Chef aber unproblematisch.

stern.de

«Ich kann nur sagen, ich war mit seiner Arbeit sehr zufrieden», sagt Horst Seehofer (rechts)rückblickend über die Arbeit von Hans-Georg Maaßen an der Spitze des Verfassungsschutzes. Foto: Michael Kappeler/dpa ©dpa-infocom GmbH

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) findet die Kandidatur von Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen für den Bundestag nicht problematisch. «Es ist sein Recht, sich um ein Mandat zu bemühen», sagte Seehofer der Deutschen Presse-Agentur.

Als damaliger Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz war Maaßen massiv in die Kritik geraten, weil er bezweifelt hatte, dass es nach der Tötung eines Deutschen in Chemnitz zu «Hetzjagden» auf Ausländer kam. Im November 2018 hatte ihn Seehofer in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

«Ich kann nur sagen, ich war mit seiner Arbeit sehr zufrieden», sagte Seehofer jetzt der dpa. Er habe «keinerlei Anlass, an seiner (Maaßens) Einstellung zugunsten unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu zweifeln».

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