Cannabidiol treibt Tumorzellen in den Tod


Die krebshemmende Wirkung von Cannabispräparaten ist umstritten. Doch zumindest gegen einige Tumortypen könnte hochreines Cannabidiol tatsächlich helfen, wie nun Experimente nahelegen. Das CBD blockiert demnach einen Signalweg von Glioblastomzellen – einer Form von Hirntumoren – und treibt die Krebszellen dadurch in den Zelltod. Allerdings: Dieser Effekt tritt nur bei bestimmten Tumortypen auf und funktioniert nicht mit CBD-Allerweltspräparaten, wie die Forscher betonen.

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Hochreines Cannabidiol kann gegen bestimmte Hirntumore wirken, indem es die Krebszellen in den Selbstmord treibt. ©Tinnakorn Jorruang/ Getty images

Die Cannabispflanze produziert neben dem rauscherzeugenden Inhaltsstoff Tetrahydrocannabinoid (THC) auch eine Reihe weiterer, nicht psychotroper Substanzen, darunter das Cannabidiol (CDB). Dieses erfreut sich wachsender Beliebtheit als Lifestyle-Produkt und Mittel gegen Beschwerden von Schlaflosigkeit über Stimmungstiefs bis hin zu chronischen Entzündungen oder sogar Krebs – so jedenfalls verspricht es die Werbung.

Doch nach wissenschaftlichen Standards sind die meisten dieser Wirkungen bisher nicht belegt. „Alle weit verbreiteten Meldungen über die allgemein entzündungshemmenden und tumorunterdrückenden Wirkungen von CBD aus Nahrungsergänzungsmitteln sind sehr zweifelhaft“, betont Rainer Glaß vom LMU Klinikum München Großhadern.

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