EU will Farbstoff E171 verbieten: Jahrzehntelang im Essen


Der Farbstoff E171 steckt in Backwaren, Suppen oder Süßigkeiten. Nun will die EU-Kommission ihn verbieten, weil er möglicherweise das Erbgut schädigt.

Jost Maurin | taz

Wenn’s weißer werden soll: Titandioxid Foto: Jens Büttner/dpa

Die EU-Kommission will wegen möglicher Krebsrisiken den Lebensmittelfarbstoff Titandioxid verbieten, der seit Jahrzehnten etwa in konventionellen Backwaren steckt. Das hat Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides mitgeteilt, kurz nachdem die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) feststellte, „dass Titandioxid als Lebensmittelzusatzstoff nicht mehr als sicher angesehen werden kann.“ Verbraucherschützer fordern schon seit Jahren, den auf Etiketten E171 genannten Weißmacher nicht mehr in Nahrungsmitteln zu verwenden.

Die wichtigsten Lebensmittelkategorien, die zur Aufnahme von E171 beitragen, sind laut Efsa feine Backwaren, Suppen, Brühen, Soßen, Salate, herzhafter Brotaufstrich und verarbeitete Nüsse. Auch in Kaugummi und Süßigkeiten wie Lollis findet sich der Stoff. Die Efsa fand in einer einschlägigen Datenbank mehr als 13.000 Lebensmittelprodukte mit E171 im Zutatenverzeichnis, wenn auch seit 2016 mit fallender Tendenz. Die Verbraucherorganisation Foodwatch ermittelte den Stoff zum Beispiel in Zuckerstreuseln und Backmischungen.

weiterlesen

1 Comment

Kommentare sind geschlossen.