Außerhalb der Heliosphäre: Voyager 1 entdeckt „Brummen“ des interstellaren Gases


Kein menschengemachtes Objekt ist so weit von uns entfernt wie Voyager 1. Im Interstellaren Gas hat die Sonde nun ein leichtes Brummen ausgemacht.

Martin Holland | heise online

Künstlerische Darstellung von Voyager 1 (Bild: NASA/JPL)

Die NASA-Sonde Voyager 1 hat hinter der Grenze des Sonnensystems ein leichtes „Brummen“ ausgemacht, das vom interstellaren Gas ausgeht. Das hat eine Gruppe von Forschern um Stella Koch Ocker von der Cornell University herausgefunden, die die Daten untersucht, die die am weitesten von uns entfernte Sonde weiterhin zur Erde schickt. Das Signal sei sehr schwach und monoton, weil es sich auf einen sehr engen Frequenzbereich beschränke, schreiben sie nun. Gemessen wird es demnach nur, wenn das interstellare Gas um Voyager 1 nicht gerade von Ausbrüchen unserer Sonne aufgewühlt wird.

Voyager 1 wurde am 5. September 1977 gestartet und ist inzwischen fast 23 Milliarden Kilometer von uns entfernt, das ist 152 Mal so weit wie die Erde von der Sonne. Auf ihrer Route hatte sie am Jupiter und an dem Saturn Schwung geholt und rast seitdem aus dem Sonnensystem, gegenwärtig mit fast 17 Kilometern pro Sekunde. Die Signale von der Erde benötigen inzwischen über 21 Stunden bis zur Sonde.

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