Alzheimer: Verstopfter „Abfluss“ hemmt Therapie


Neuronale Entsorgung: Wenn die Drainage des Gehirns nicht richtig funktioniert, behindert dies auch die Alzheimer-Therapie, wie nun Versuche mit Mäusen nahelegen. Demnach ist ein intakter Abfluss wichtig, damit schädliche Protein-Ablagerungen abtransportiert werden. Die Kombination von Alzheimer-Mitteln mit Wirkstoffen, die die zerebrale Lymphdrainage fördern, könnte die Demenz daher effektiver bremsen, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

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Das Drainagesystem des Gehirns, hier von einer Maus, entsorgt auch die für Alzheimer typischen Plaques fehlgefalteter Amyloid-Proteine (rot). ©Sandro Da Mesquita

Bei der neurodegenerativen Krankheit Alzheimer lagern sich im Gehirn Plaques aus fehlgefalteten Amyloid-Beta-Proteinen ab. Diese beeinträchtigen den Hirnstoffwechsel und tragen zum Absterben von Neuronen bei. Viele Therapien zielen daher darauf, diese Plaques aufzulösen. Bisherige Studien zu Antikörper-Therapien gegen Plaques lieferten jedoch gemischte und häufig enttäuschende Ergebnisse.

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