Düsseldorferin darf kein sieben Meter hohes Kreuz im Garten aufstellen


Dieses Kreuz war kein Friedenszeichen: Unter alten Nachbarinnen kam es zum Streit um eine eigenwillige Gartendekoration: ein sieben Meter hohes, beleuchtetes Holzkreuz. Der Streit ging vor Gericht – aber um Religionsfreiheit ging es nicht.

katholisch.de

Eine Düsseldorferin darf künftig kein Kreuz mehr in ihrem Garten aufstellen – jedenfalls keins, das sieben Meter hoch ist und leuchtet. Das hat das Amtsgericht Düsseldorf am Montag entschieden (Aktenzeichen 290 A C 179/20). Gegen das Kreuz hatte eine Nachbarin geklagt, die sich von dem rundum mit einer Lichterkette beleuchteten und von einem Scheinwerfer angestrahlten Kreuz um den Schlaf gebracht sah. 

Vor Gericht bekam die Nachbarin nun recht. Nicht einmal auf Friedhöfen gebe es normalerweise so große Kreuze, heißt es in der Entscheidung, derartige Dimensionen seien „völlig unüblich“ und gehörten „nicht zur üblichen Gartengestaltung“. Die beiden Frauen wohnen seit gut zehn Jahren im selben Haus in einer Wohneigentümer-Gemeinschaft im Düsseldorfer Stadtteil Stockum und hatten den Hinterhofgarten unter sich zur Nutzung aufgeteilt.

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