Heiko Maas bespricht „existenzielle Fragen“ mit Papst


Inmitten der Corona-Krise hat Deutschlands Außenminister Heiko Maas Papst Franziskus besucht. Der nahm sich – entgegen den diplomatischen Gepflogenheiten – 40 Minuten Zeit für den ehemaligen Messdiener.

Alexander Pitz | katholisch.de

Mit der Privataudienz beim Papst geht nicht zuletzt ein „persönlicher Wunsch“ in Erfüllung – daraus macht Heiko Maas gar keinen Hehl. Dem früheren Messdiener ist anzumerken, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen diplomatischen Termin handelt. „Natürlich treffe ich den Papst auch als Katholik“, sagt der Saarländer mit einem Lächeln, als er in der Ewigen Stadt eintrifft. Franziskus könne den Menschen Orientierung geben für eine „neue Normalität“ nach der Corona-Pandemie.

Aber es gibt auch allerhand handfeste politische Gründe, die den deutschen Außenminister zu seiner zweitägigen Rom-Reise veranlasst haben. Afrika, Lateinamerika, China – in all diesen Regionen würde sich die Bundesregierung gerne die vielfältige diplomatische Expertise des Vatikan zunutze machen. Und offenbar gibt es auf der Gegenseite ebenso ein Interesse an einer verstärkten Zusammenarbeit. Die Schnittmengen in Sachen Friedenssicherung und humanitäre Hilfe sind groß. Sonst wäre es zu dem privaten Treffen nicht gekommen.

weiterlesen