Die Partydroge MDMA erweist sich als wirksames Hilfsmittel in der Psychotherapie


In einer klinischen Studie verbessert der Wirkstoff, der als Ecstasy bekannt ist, die Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen. Wissenschafter sprechen von einem wegweisenden Befund.

Lena Stallmach | Neue Zürcher Zeitung

MDMA löst gute Gefühle aus und wirkt angstlösend, das fördert die Verarbeitung traumatischer Erlebnisse.Annick Ramp / NZZ

Lange war es verboten, psychedelische Substanzen wie LSD, MDMA oder Psilocybin zu erforschen. Seit einigen Jahren werden sie aber wieder zur Behandlung von psychischen Erkrankungen untersucht. Nun hat der Wirkstoff MDMA, der vielen als Ecstasy bekannt ist, eine wichtige Hürde in der Medikamentenforschung genommen. In einer klinischen Phase-3-Studie mit 90 Teilnehmern haben Forschende damit beeindruckende Resultate in der Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) erzielt.

Nach einer MDMA-assistierten Traumatherapie verbesserte sich die Symptomatik dermassen, dass 67 Prozent der Patienten zwei Monate nach der abgeschlossenen Behandlung als gesund betrachtet werden konnten. Sie erfüllten nicht mehr die Diagnosekriterien für eine posttraumatische Belastungsstörung. In der Placebogruppe, die die gleiche intensive Gesprächstherapie ohne MDMA erhielt, war dies nur bei 32 Prozent der Teilnehmer der Fall.

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