Irdisches Plutonium dürfte von Neutronensternen stammen


Das radioaktive Element entstand wohl durch verschmelzende neutronenreiche Objekte, wie Bohrkernanalysen im Pazifik verraten

DERSTANDARD

Wenn zwei Neutronensterne verschmelzen und als Kilonova explodieren, produzieren sie schwere chemische Elemente (und verursachen Gravitationswellen). Bild: Mark Garlick/University of Warwick

Der vielbeschworene Sternenstaub, aus dem alles besteht, kann im Fall des radioaktiven Elements Plutonium genauer beschrieben werden. Einer aktuellen Studie zufolge gibt es nämlich Hinweise darauf, dass für das Entstehen des nicht-menschengemachten Plutoniums auf der Erde hauptsächlich das Verschmelzen von Neutronensternen verantwortlich war.

Unter der Leitung des österreichischen Physikers Anton Wallner, der an der Australischen Nationaluniversität in Canberra und am Dresden-Rossendorfer Helmholtz-Zentrum (HZDR) forscht, wurden Bohrproben der Erdkruste unter dem Grund des Pazifiks untersucht. Das Forschungsteam analysierte den Gehalt bestimmter Isotope von Eisen und Plutonium in dem über rund zehn Millionen Jahre gebildeten Stück Gestein. Denn schwere Elemente wie Eisen oder Plutonium werden am Lebensende von massereichen Sterne gebildet und über gewaltige Explosionen (Supernovae) ins All befördert.

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