Pro-Palästina Demos weltweit: „Oh Qassam, zerstör Tel Aviv“


Weltweit wurde am Samstag für Palästina demonstriert. In Berlin wurde Israels Zerstörung berufen, es kam zu Straßenschlachten und Antisemitismus.

Kevin Čulina | taz

Für Palästina, gegen Israel: Tausende Menschen demonstrierten am Tag der Nakba in Berlin Foto: dpa

„Beschießt Tel Aviv, beschießt Tel Aviv, beschießt Tel Aviv“, rufen Hunderte auf der Berliner Sonnenallee auf arabisch. Es ist kurz vor 16 Uhr am Samstag Nachmittag. Palästina-Flaggen wehen in der Luft, Kufiyah-Tücher werden hochgestreckt. Wenige Sekunden später knallt es. Böller fliegen auf eine Polizeikette, Flaschen hinterher.

Es folgen Straßenschlachten. Behelmte Polizisten stürmen immer wieder in die Menge, sprühen Pfefferspray. Auf die Flaschenwürfen der Masse folgen Pflastersteine. „Allahu akbar“, schreien Hunderte. Zu diesem Zeitpunkt ist die Demonstration zum „Nakba“-Tag längst aufgelöst, weil keine Abstände eingehalten und kaum Mund-Nasen-Bedeckung getragen wurde. Zuvor rief die Polizei mehrmals zum Verlassen der Straße auf, dem wurde nicht nachgekommen.

Am sogenannten „Nakba“-Tag versammelten sich insgesamt rund 6.500 Menschen am Samstag in Berlin. Auch in Frankfurt am Main, Stuttgart und Mannheim gehen Menschen auf die Straße.

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