DITIB weiter Ansprechpartner bei islamischem Religionsunterricht in NRW – Zentralrat der Muslime nicht mehr


Der umstrittene Islamverband DITIB wird weiterhin über die Inhalte des islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen mitbestimmen.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Yvonne Gebauer (FDP) ist Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (picture alliance/ dpa/ Federico Gambarini)

Das teilte die Schulministerin und FDP-Politikerin Gebauer mit. Das Land hatte die Kooperation mit der DITIB vor einigen Jahren wegen ihrer Nähe zu der Regierung des türkischen Präsidenten Erdogan auf Eis gelegt. Kritikern zufolge hat sich an der Nähe zu Ankara wenig verändert. Der Zentralrat der Muslime indes wird bei der Gestaltung des Islamunterrichts nicht mehr dabei sein. Zu den Gründen wollte sich die FDP-Politikerin nicht äußern. Der Zentralrat steht wegen Extremismusvorwürfen gegen einzelne Mitglieder in der Kritik. Gebauer führte aus, in einem bundesweit einmaligen Modell stünden dem Land nun eine Kommission mit Vertretern von insgesamt sechs islamischen Organisationen als Ansprechpartner für den bekenntnisorientierten Unterricht zur Verfügung. Das Gremium könne seine Arbeit ab sofort aufnehmen.