Gewalt in Israel: ARD gendert Hamas-Kommandeure und erntet Spott


In einem Beitrag über die Gewalteskalation wurden Hamas-Kommandeure gegendert. Bei der Hamas gibt es aber keine Kommandeurinnen. Die ARD erntet Spott und Häme.

Berliner Zeitung

Die ARD hat sich mit einer weiblichen Form von Hamas-Kommandeuren im Netz zum Gespött gemacht. imago/Christoph Hardt

Die ARD wird in sozialen Netzwerken verspottet. Der Grund dafür ist ein zwischenzeitlich gegenderter Beitrag über den neu aufgeflammten Konflikt im Nahen Osten. In dem Beitrag unter dem Titel „Massiver Beschuss auf beiden Seiten“ hieß es: „Israel begründet seine Angriffe mit dem heftigen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen. Die Armee töte gezielt Kommandeurinnen und Kommandeure der Hamas und des Islamischen Dschihad.“ Allerdings war die weibliche Form in diesem Fall überflüssig, da es keine weiblichen Hamas-Kommandeure gibt. 

Auf einen entsprechenden Hinweis reagierte die zuständige ARD-Redaktion. Sie änderte die betreffende Text-Passage und fügte am Ende des Textes folgende Passage ein: „Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes war von Kommandeurinnen und Kommandeuren die Rede. Bei der Hamas gibt es jedoch keine Kommandeurinnen. Dies wurde redaktionell hineinredigiert. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.“

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