Prägten Lautmalereien die Sprachevolution?


Beherrschen wir eine Sprache nicht, reden wir bekanntlich mit Händen und Füßen – außerdem setzten wir manchmal Lautmalereien ein: Beispielsweise lässt sich durch ein Blubber-Geräusch der Begriff „Wasser“ vermitteln. Auch solche ikonischen Vokalisierungen könnten neben der Gestik eine wichtige Rolle bei der Entstehung der menschlichen Sprache gespielt haben, berichten Forscher. Darauf deuten Verständnistests von Lautmalereien in verschiedenen Sprachkulturen der Welt hin. In den Lautäußerungen können Menschen Lebewesen, Gegenstände, Handlungen oder Eigenschaften überraschend gut erkennen, berichten die Forscher.

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Wie hat sich unsere gesprochene Sprache entwickelt? (Bild: peterschreiber.media/iStock)

Wie entstanden die ersten Formen von Sprache in der menschlichen Entwicklungsgeschichte? In der Linguistik geht man bisher davon aus, dass unsere Vorfahren sich zunächst vor allem mithilfe von ikonischen Gesten verständigten. Eigentlich wäre dieses System für eine komplexe Kommunikation ausreichend, wie die Leistungsfähigkeit der heutigen Gebärdensprachen verdeutlicht. Doch offensichtlich entwickelte sich beim Menschen primär eine Verständigungsweise über hörbare Sprache. Wie und warum es dazu gekommen ist, bleibt unklar. Den lautmalerischen Aspekten von Sprache wurde dabei bisher eher wenig Bedeutung zugesprochen, denn das Potenzial der möglichen Informationsübermittlung galt als eher gering. Inwieweit das tatsächlich zutrifft, hat nun ein deutsch-britisches Team aus Sprachwissenschaftlern durch eine experimentelle Studie ausgelotet.

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