Christlicher Fundamentalismus: Geimpfte werden geächtet


Weiße Evangelikale wollen sich in den USA deutlich seltener gegen Corona impfen lassen als der Durchschnitt. Für Deutschland gibt es keine Statistiken, aber christlich-fundamentalistische Impfgegner finden sich auch hier. Corona gilt diesen Rechtgläubigen als Strafe Gottes, die ausgehalten werden muss.

Christian Röther | Deutschlandfunk

Christliche Fundamentalisten lehnen Impfungen teilweise ab (Picture Alliance / dpa / Swen Pförtner)

Sie habe im privaten Umfeld ein verstörendes Phänomen beobachtet, schreibt eine Hörerin dem Deutschlandfunk. In ihrer Familie gebe es einige Personen, die evangelisch und „stark gläubig“ seien und die Impfungen gegen das Coronavirus rigoros ablehnen würden.

„Sie sagen, dass die Corona-Pandemie eine Strafe Gottes sei und der Weg da heraus über ein gottgefälliges Leben und das Gebet führt. Ich weiß weiterhin, dass der Pfarrer unserer Gemeinde […] Impfen ebenfalls ab[lehnt]. Ein drittes Beispiel wurde mir von einer Freundin nahe gebracht[…]. Sie erzählte von einer Bekannten, die sich hat impfen lassen und dies […] in ihrem Umfeld der Glaubensgemeinde […] auf keinen Fall sagen [könne], weil sie sonst umfangreichen Anfeindungen ausgesetzt wäre. […] In allen drei evangelischen Gemeinden scheint es unter den Gläubigen bis hinauf zum Pfarrer den Konsens oder zumindest die weitreichende Verbreitung der Ansicht zu geben, dass Corona von Gott gemacht und eine Impfung nicht im Sinne Gottes sei […].“

weiterlesen