Quintin Jones wurde trotz Vergebung hingerichtet


Quintin Jones hat seine Bluttat vor 22 Jahren bereut. Die Familie des Opfers vergab ihm. In aller Welt fühlten sich Menschen von dem zum Tode verurteilten Mann berührt. Dennoch ist er nun in Texas hingerichtet worden.

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Suleika Jaouad erhielt vor knapp zehn Jahren einen Brief, der sie bewegte. Damals rang sie mit einer Leukämie-Erkrankung, die ihr Leben mit 23 Jahren zu beenden drohte. Der Absender wartete selber auf den Tod in der Zelle eines texanischen Gefängnisses.

Sie habe sein Herz gerührt, schrieb Quintin Jones der jungen Frau, die sich mit „Quin“ anfreundete. Jetzt ist der 41-Jährige mit der Giftspritze hingerichtet worden – trotz eindringlicher Gnaden-Appelle von Kirchen und Menschenrechtsgruppen.

Suleika dokumentierte die ungewöhnliche Freundschaft mit dem schwarzen Todeskandidaten in dem Buch „Between Two Kingdoms“ (dt. Zwischen zwei Reichen). Womit sie die Schnittmenge einer Existenz zwischen Leben und Tod meint, die sie mit dem verurteilten Mörder teilt.

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