Medienlandschaft in der Türkei: Kein freies Wort mehr


Die Zerstörung der türkischen Medienlandschaft geht nicht nur auf das Konto Erdoğans. Doch der Präsident konsolidiert seine Macht über Propaganda und Zensur.

Yavuz Baydar | taz

Exilprotest in Hamburg am türkischen „Tag des arbeitenden Journalisten“ Foto: Christian Charisius/picture alliance

Was die Freiheit, Unabhängigkeit und Pluralität der Medien betrifft, so gleicht die heutige Türkei jener infernalischen „Republik der Angst“, die George Orwell in „1984“ ausgemalt hat, einem Land also, in dem es gefährlich ist, auf Fakten basierende Berichte und kritische Reportagen oder Kommentare zu publizieren.

Willkürliche Verhaftungen und kafkaeske Prozesse gegen Dissidenten, Gefängnisstrafen für Medienschaffende und staatliche Zensurmaßnahmen sind in der heutigen Türkei zur Normalität geworden. Zudem hat die systematische Repression eine Kultur der Selbstzensur gefördert, sodass heute in den allermeisten Redaktionen die Grundprinzipien des Journalismus außer Kraft gesetzt sind.

weiterlesen