Universelles Muster menschlicher Mobilität entdeckt


Wie oft und aus welcher Entfernung kommen Menschen zu bestimmten Stellen in Städten? Diese Frage haben Forscher anhand von Handy-Bewegungsdaten aus verschiedenen Ballungsräumen der Welt untersucht – und dabei eine universelle Regel bestätigt: Demnach besuchen Menschen nähergelegene Orte häufiger, während sie für besondere Orte zwar eine längere Anreise in Kauf nehmen, dafür aber seltener dorthin kommen. Dieser Zusammenhang lässt durch eine erstaunlich einfache mathematische Formel beschreiben. Sie könne nun dabei helfen, Bewegungsmuster zu modellieren, um beispielsweise die städtische Infrastruktur zu optimieren oder auch die Ausbreitung neuer Pandemien vorherzusagen.

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Besuchshäufigkeit von Menschen an verschiedenen Orte in Boston. (Bild: Guangyu Du)

Nach welchen Mustern sich Menschen bewegen, ist grundlegend für unsere Gesellschaften. Die menschliche Mobilität prägt den Aufbau von Städten, ermöglicht sozialen Austausch, sorgt für Verkehrsstaus und Umweltverschmutzung und beschleunigt die Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Die Anlässe, sich von einem Ort zum anderen zu bewegen, sind vielfältig: Wir fahren zur Arbeit oder zum Einkaufen, besuchen Freunde, machen Ausflüge in Parks und Museen oder fahren in den Urlaub. Wie und wie oft wir das tun, ist eine relevante Information für Stadtplaner, aber beispielsweise auch für Epidemiologen, die die Ausbreitung einer Pandemie vorhersagen und begrenzen wollen.

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