Reul(CDU) verteidigt Zusammenarbeit mit Ditib


Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul hat die Entscheidung der Landesregierung gegen wachsende Kritik verteidigt, beim islamischen Religionsunterricht wieder mit dem Islamverband Ditib zusammenzuarbeiten.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Einerseits sei Ditib alles andere als eine Organisation, die er positiv finde, sagte der CDU-Politiker der „Bild“-Zeitung. Andererseits handele es sich um den größten Verband in Deutschland. Die Regierung brauche Ansprechpartner, wenn sie Islamunterricht organisieren wolle. Schulministerin Gebauer, FDP, hatte angekündigt, bei dem bekenntnisorientierten Unterricht ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit mit den Islamverbänden aufzuschlagen. Ein Gremium mit Vertretern von sechs Organisationen, darunter die Ditib, steht dem Land nun als Ansprechpartner zur Verfügung – analog zur Beteiligung der Kirchen beim katholischen und evangelischen Religionsunterricht. Das Land hatte vor einigen Jahren die Kooperation mit der Ditib wegen ihrer Nähe zur türkischen Regierung in Ankara ausgesetzt.