Klimawandel: Irdische Verdunstung nimmt zu


Unsichtbarer Verlust: Landflächen und Vegetation verlieren heute rund zehn Prozent mehr Wasser an die Atmosphäre als noch 2003, wie Satellitenmessungen enthüllen. Damit hat die globale Evapotranspiration rund doppelt so stark zugenommen wie aufgrund von früheren Schätzungen und Klimamodellen vermutet. Die Ursache für den vermehrten Wasserverlust ist vor allem die globale Erwärmung, wie das Forschungsteam im Fachmagazin „Nature“ berichtet.

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Die Vegetation verliert heute mehr Wasser an die Atmosphäre als noch vor knapp 20 Jahren. ©NASA/ Acarapi, Adobe Stock

Wenn es um den Effekt des Klimawandels auf den Wasserkreislauf geht, stehen meist die sichtbaren Folgen im Vordergrund. Dazu gehören das Abtauen von Eisflächen und Gletschern oder die Zunahme von Starkregen durch die erhöhte Wasseraufnahmefähigkeit der wärmeren Luft. Doch schon länger sagen Klimamodelle voraus, dass die globale Erwärmung auch die Evapotranspiration beeinflusst – die Verdunstung von Wasser aus Landflächen und der Vegetation.

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