Neues Verfahren gegen Hormone in Trinkwasser


Gegen kleinste Verunreinigungen: Forscher haben ein chemisches Verfahren entwickelt, mit dem zukünftig auch Hormonrückstände und hormonähnlich wirkende Arzneimittel aus dem Trinkwasser entfernt werden könnten. Dafür nutzen sie starkes Licht, das auf eine speziell beschichtete Filtermembran gestrahlt wird. Dabei entstehen hoch reaktive Sauerstoffradikale, die die hormonähnlich wirkenden Schadstoffe im Wasser in unschädliche Oxidationsprodukte umwandeln.

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Eine speziell beschichtete Membran (rot) neutralisiert unter Lichteinfluss Hormonreste im Trinkwasser. ©Markus Breig/ KIT

Ob Arzneimittel, Pestizide, Chemikalien oder etwa Hormone – in unserem Abwasser finden sich viele potenziell gesundheitsschädliche Chemikalien. Werden sie nicht herausgereinigt und gelangen dadurch in Gewässer oder ins Trinkwasser, können sie schon in einer Konzentration im Nanobereich Folgen für Mensch, Tier und Umwelt haben. Das gilt vor allem für Geschlechtshormone wie Estradiol, Testosteron oder Progesteron. Die meisten gängigen Technologien zur Wasserreinigung und -aufbereitung schaffen es jedoch bisher kaum, Arzneistoffe und hormonell wirksame Verbindungen vollständig zu entfernen.

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