„Pandemie hält durch Ungleichheit an“


Die Kritik der WHO an der Verteilung der Corona-Impfstoffe wird vehementer. Sie spricht von einem Skandal und fordert ein Programm von 50 Milliarden Dollar. In Afrika sorgt man sich nicht nur um die erste Dosis.

Antje Diekhans | tagesschau

Ein Dorf im Westen Kenias hat Besuch bekommen: Mitarbeiter aus dem Gesundheitsbereich sind mit einer blauen Kühlbox angerückt. Darin befinden sich Impfdosen von AstraZeneca. Die Älteren im Dorf sollen geimpft werden.

Rose Akoth ist eine der Gesundheitshelferinnen, die bei den Impfungen dabei sind. Sie sieht die Aktion mit gemischten Gefühlen und macht sich Sorgen. Was passiert, fragt sie, „wenn die Leute nur die erste Dosis bekommen können? Damit sie richtig geschützt sind, müssten sie zweimal geimpft werden.“

Doch in Kenia fehlt es an Nachschub, seit Indien keinen Impfstoff mehr exportiert. Etwa eine Million Menschen haben bisher ihre erste Dosis bekommen, weniger als zwei Prozent der Bevölkerung. Das Impftempo in Kenia ist damit aber noch schneller als in anderen Ländern auf dem Kontinent.

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