Union und SPD lehnen Hilfe für Italien bei Bootsmigranten ab

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Auf Lampedusa sind im Mai viel mehr Migranten angelangt als noch vor einem Jahr. Italien bittet um Unterstützung, doch von der Bundesregierung kommt eine deutliche Absage.

stern.de

Migranten tragen ihre Habseligkeiten von Bord des Schiffes GNV Azzurra auf der sizilianischen Insel Lampedusa. Foto: Salvatore Cavalli/AP/dpa/Archivbild ©dpa-infocom GmbH

Politiker der Union und SPD haben einem Aufruf zur Umsiedelung in Italien ankommender Migranten eine deutliche Absage erteilt. Grüne und FDP befürworten dagegen einen zumindest vorübergehenden Verteilmechanismus, wie Sprecher der Bundestagsfraktionen der «Welt» sagten.

EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hatte die EU-Staaten dazu aufgefordert, Italien zu unterstützen, nachdem Mitte Mai in 24 Stunden mehr als 2000 Menschen die Mittelmeerinsel Lampedusa erreicht hatten. Die italienische Regierung zählte bis dahin rund 13.000 angelandete Migranten, mehr als dreimal so viele wie im Vorjahreszeitraum.

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