Planet bald ohne Affen


Für Schimansenbabyfotos auf Instagram: Eine ARD-Doku zu Abgründen des illegalen Tierhandels.

Markus Ehrenberg | DER TAGESSPIEGEL

Montagabend im Ersten. Zeit für Tierdokus. Niedliche Pinguine, intelligente Wale, tolle Landschaften. Was aus der wilden, weiten Welt zum Durchschnaufen, gerade in Corona-Zeiten, wo es vom Sofa kaum weg ging. Die Doku diesmal funktioniert anders, um es vorsichtig auszudrücken. Bei „Planet ohne Affen“ ergeht es den Zuschauern mindestens so wie Reporter Michel Abdollahi, dem im Freitagabend-Talk bei der Vorstellung seiner Arbeit fast die Tränen kam („Planet ohne Affen“, Montag, ARD, 20 Uhr 15).

Das Thema: die Machenschaften illegaler Primatenhändler. Kleine Schimpansen und Orang-Utans, für die bis zu zehn angehörige Affen, darunter die Mutter, von Wilderen ermordet werden, damit Promis wie Justin Bieber mit den Affenbabys auf Instagram posieren können. „Die Nachfrage ist groß, weil diese Babys so süß sind“, so der Sprecher des Films.

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