Missbrauch – „Ich wehre mich dagegen, dass die Schuld allein bei den Klerikern gesucht wird“


Früherer ZdK-Präsident Hans Maier im „Christ in der Gegenwart“: „Mitbetroffen durch die Kirchenkrise – und zuständig für die fällige Aufarbeitung des Unheils – sind alle, die sich zur Kirche bekennen.“

kath.net

„Die Erkenntnis wächst, dass alle in der Kirche – alle! – Verantwortung für das Geschehene übernehmen müssen: Bischöfe, Priester, Ordensleute, aber auch die Laien – also die Christgläubigen insgesamt.“ Das erläuterte der frühere Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Prof. Hans Maier, im Interview mit dem in Freiburg erscheinenden „Christ in der Gegenwart“. Natürlich müssten jene, „die für offenkundiges Unrecht unmittelbar verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen werden“, statuierte er weiter, doch wehre er sich „dagegen, dass die Schuld allein bei den Klerikern gesucht, bei ihnen gewissermaßen abgeladen wird“. In diesem Falle läge nämlich „ein Klerikalismus umgekehrter Art“ vor. Von der Kirchenkrise mitbetroffen und damit „für die fällige Aufarbeitung des Unheils“ zuständig seien vielmehr „alle, die sich zur Kirche bekennen. Sühne und Wiedergutmachung können wir nur gemeinsam schaffen.“ Insgesamt stellte Maier aber fest, dass sich die „Zeichen für einen Neuanfang“ mehren würden.

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