Breitscheidplatz-Attentat: Schwere Ermittlungspanne beim BKA


Das BKA konnte bis heute zwei Rufnummern nicht identifizieren, die nach Auswertung einer Massendatenabfrage ein „ähnliches Bewegungsmuster“ wie der Attentäter Amri aufweisen. Beide Nummern sind weiter aktiv.

René Althammer, Leon Becker | tagesschau

Fahndungsfoto von Anis Amri | Bild: dpa

Einen Tag nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz, dem schwersten islamistischen Anschlag in Deutschland, ordnet ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof eine Massenabfrage von Mobilfunkdaten an. Die Funkzellen entlang der Fahrstrecke des LKW, den der Attentäter gekapert hatte, werden ausgewertet. Zehntausende Daten werden abgerufen und anschließend mit dem Verkehrsdaten-Analyse-Tool für Massendaten (VanToMas) ausgewertet.

Übrig bleiben 18 Nummern. Sie werden im Januar und Februar 2017 vom BKA ausgewertet. Die Nummern sind auffällig, weil es zeitliche und räumliche Überschneidungen mit den damals schon bekannten Mobilfunkdaten von Amri gibt. Am 22. Februar 2017 legen die ermittelnden Beamten ihren Abschlussbericht vor: 16 Anschlussinhaber identifiziert – alle ohne Beziehungen zu Amri. Übrig bleiben zwei Nummern: eine Nummer mit russischer Vorwahl und die Nummer 0088239 3261195090.

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