Der „Tagesschau“-Sprecher und sein hochproblematischer Islam-Roman


Passende oder unpassende Nebentätigkeit: Wird „Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber sein Roman „Die Kandidatin“ zum Problem?

Joachim Huber | DER TAGESSPIEGEL

Guten Abend, meine Damen und Herren. Wenn Constantin Schreiber die „Tagesschau“ verliest, bleibt vom Islamkritiker nur noch der…Foto: NDR/Thorsten Jander

Ein Mann schreit in eine Menge: „Wollt ihr absolute Diversität?“ Die begeisterte Antwort: „Ja.“ Das erinnert an die berüchtigte Sportpalastrede von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels von 1943, in der er den totalen Krieg forderte – und von seinen fanatischen Nazi-Genossen mit tosendem Beifall geliefert bekam.

Die aktualisierte Version stammt aus dem Buch „Die Kandidatin“ von Constantin Schreiber. Eine Fiktion, eine quasideutsche Übersetzung des Bestsellers „Die Unterwerfung“ des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq. „Die Kandidatin“, das ist Saban Hussein, Feministin, Muslimin, ehemaliges Flüchtlingskind und mit ihrer ökologischen Partei auf dem Weg ins Kanzleramt.

Deutschland im Jahr 2050, gänzlich durchdrungen von Identitätspolitik, wirtschaftlich am Abgrund, beherrscht von einer gesetzlich festgeschriebenen Diversitätsquote, es droht bewaffneter Widerstand am rechtsradikalen Rand, und zu schlechter Letzt ist die Nofretete-Büste in Peking gelandet.

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