„Giant Arc“ widerspricht Kosmologie


Größer als „erlaubt“: Astronomen haben einen 3,3 Milliarden Lichtjahre langen Bogen aus Galaxien entdeckt – eine der größten bekannten Strukturen des Kosmos. Der rund 9,2 Milliarden Lichtjahre entfernte Bogen überspannt rund 1/15 des gesamten beobachtbaren Universums. Nach Ansicht der Forschenden wirft dies die Frage auf, ob die Materie im großen Maßstab wirklich so gleichmäßig verteilt ist wie es gängige Kosmologie besagt.

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Im fernen Kosmos haben Astronomen einen riesigen Bogen aus Galaxien und Galaxienhaufen entdeckt. Er überspannt 1/15 des beobachtbaren Kosmos. ©University of Central Lancashire

Der gängigen Lehrmeinung nach bildet die Materie im Kosmos zwar großräumige Strukturen wie Galaxienhaufen, kosmische Filamente oder auch Supercluster. Betrachtet man das Universum aber in großen Maßstäben, sozusagen von weiter weg, ist die Materie zwar „klumpig“, aber dennoch weitgehend gleichmäßig verteilt. Wenn man einen beliebigen Himmelsausschnitt von rund 300 Millionen Lichtjahren Kantenlänge betrachtet, ähnelt er in Bezug auf Galaxiendichte, Temperatur oder Strahlungsausstoß allen anderen Ausschnitten – so die Theorie.

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