Warum der rasante Rückgang der Corona-Inzidenz wohl bald ausgebremst wird

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Die Corona-Inzidenz ist weiter im Sinkflug. Doch der rasante Abwärtstrend könnte laut Expertenmeinung bald ein Ende haben.

David Suárez Caspar | Frankfurter Rundschau

Die Corona-Inzidenz in Deutschland ist weiter auf Talfahrt. Am Dienstag (1.06.2021) liegt die 7-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut bei 15,5. Mit dem Fall der durchschnittlichen Neuinfektionen kommen weitere Öffnungsschritte und Lockerungen auf die Bevölkerung zu. Doch die Zahlen werden nicht ewig weiter fallen, sondern bald ausgebremst werden, so die Meinung eines Experten.

Grund für die fallende Inzidenz ist zunächst die Corona-Notbremse* und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen. Dazu kommt das Impfen, weshalb sich weniger Menschen infizieren sowie höhere Temperaturen, die eine Verbreitung des Virus erschweren*. Außerdem ist man im Sommer häufiger an der frischen Luft, und in der wird das Coronavirus* schlechter übertragen. Hinzu kommt auch: Mathematik.

R-Wert hilfreich um fallende und steigende Corona-Inzidenzen zu verstehen

Denn Mathematik kann die fallende Inzidenz gut erklären. Hier spricht man von der sogenannten Reproduktionszahl. Diese Zahl gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Liegt dieser R-Wert unter 1, nimmt die Entwicklung im Modell exponentiell ab. Je niedriger der Faktor – also je weiter weg von 1 -, desto schneller der Rückgang, wie André Scherag vom Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften des Universitätsklinikums Jena erklärt.

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