Alzheimer-Impfstoff weckt vorsichtige Hoffnung


Kein Allheilmittel, aber vielversprechend: Eine neuartige Impfung gegen Alzheimer könnte das Fortschreiten der Demenz zumindest bei einigen Patienten bremsen. Das legen die Ergebnisse einer zwei Jahre laufenden Phase-2-Studie nahe. Der auf einem Peptid basierende Impfstoff führte zur Bildung von Antikörpern gegen fehlgefaltete Tau-Neurofilamente, die als Mitauslöser von Alzheimer gelten. Bei Patienten mit anfangs erhöhten Tau-Werten gingen diese durch die Impfung zurück und auch ihre Symptome besserten sich.

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Ein neuer Peptid-Impfstoff könnte das Fortschreiten der Alzheimer-Demenz zumindest bei einigen Patienten bremsen. ©pikepicture/ Getty images

Bisher gibt es gegen die Alzheimer-Demenz kein wirksames Heilmittel, der fortschreitende Niedergang der Hirnzellen lässt sich bislang weder stoppen noch rückgängig machen. Zwar gibt es immer wieder Wirkstoff-Kandidaten, von denen sich viele gegen die für Alzheimer typischen Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn richten. Die Wirksamkeit dieser Mittel war aber bislang eher enttäuschend oder hielt sich in Grenzen, wie bei dem jüngst in den USA zugelassenen monoklonalen Antikörper Aducanumab.

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