Ziemiak nimmt Antisemitismus-Vorwürfe zurück


Erst harsche Kritik, jetzt die Klarstellung des CDU-Generalsekretärs: Carolin Emcke engagiere sich „seit jeher für unsere Demokratie und gegen Antisemitismus“.

DER TAGESSPIEGEL

Paul Ziemiak, CDU-Generalsekretär, relativierte seinen Antisemitismus-Vorwurf gegen Publizistin Carolin Emcke.Foto: dpa/Christoph Soeder

Nach Irritationen wegen einer Videobotschaft von Carolin Emcke beim Grünen-Parteitag hat CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak mit der Publizistin gesprochen und Vorwürfe zurückgenommen.

Er habe ein längeres und gutes Telefonat mit Emcke geführt, schrieb Ziemiak am Dienstagabend auf Twitter. „Miteinander reden ist besser als übereinander. Bin immer besonders sensibel, wenn ich Vergleiche mit Juden höre.“

Im Kontext der ganzen Rede werde deutlich, dass Emcke Hass und Lüge gegen Juden nicht vergleiche oder verharmlose. Ziemiak hatte Emcke ursprünglich eine „geschichtsvergessene Entgleisung“ vorgeworfen – dafür war Ziemiak aber ebenfalls von mehreren Seiten kritisiert worden. Jetzt schrieb er: „Sie engagiert sich seit jeher für unsere Demokratie und gegen Antisemitismus. Diese klare Haltung wollte ich nicht infrage stellen. Eine differenzierte Auseinandersetzung erfordert bei diesem Thema meistens mehr Raum als einen Tweet – das nehme ich mir zu Herzen.“

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