Bundeswehr zieht Panzergrenadierzug aus Litauen ab


Im Zuge der Ermittlungen wegen rechtsradikaler Lieder und eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs kommen mehr Unregelmäßigkeiten ans Licht. So ist eine ganze Menge Munition nicht auffindbar.

Süddeutsche Zeitung

Diese Schützenpanzer des Typs Marder brachte die Bundeswehr im Jahr 2017 nach Litauen. (Foto: Armin Weigel/picture alliance)

Die Bundeswehr zieht nach schwerem Fehlverhalten von eigenen Soldaten der Nato-Mission in Litauen einen ganzen Panzergrenadierzug nach Deutschland ab. Bei den Hauptbeschuldigten werde zudem eine fristlose Entlassung nach dem Soldatengesetz geprüft, teilte das Verteidigungsministerium mit. In die Ermittlungen sei auch der Militärische Abschirmdienst (MAD) eingebunden. Im Zuge der Untersuchung gebe es auch Verdachtsmomente zu weiteren Unregelmäßigkeiten, darunter ein Fehlbestand an Munition in dreistelliger Höhe.

Ermittlungen hätten bereits einen Anfangsverdacht auf Straftaten wie sexuelle Nötigung, Beleidigung – womöglich mit rassistischem Hintergrund – und Nötigung sowie auf extremistische Verhaltensweisen ergeben. Bei einer Party Ende April in einem Hotel sollen demnach rechtsradikale und antisemitische Lieder gesungen worden sein. Von einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff gebe es auch Film-Aufnahmen.

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