Forscher stellen Zwischenergebnisse aus Archiv Pius‘ XII. vor


Seit langem steht Papst Pius XII. in der Kritik, nicht entschieden genug gegen den Holocaust protestiert zu haben. Neue Erkenntnisse sollte es mit der Öffnung der Vatikanarchive im März 2020 geben. Historiker stellten nun Zwischenergebnisse vor.

katholisch.de

Zwischenergebnisse zur Forschung über Papst Pius XII. (1939-1958) haben Historiker am Mittwochabend in Rom vorgestellt. Rund ein Jahr nach Öffnung der vatikanischen Archive zu dessen Pontifikat lasse sich schon sagen, dass weder das Klischee vom „Papst der Deutschen“ noch das vom „Papst der Juden“ zutreffe, so die Historikerin Nina Valbousquet von der Ecole francaise in Rom. Um ein Pontifikat zu beurteilen, müsse die Forschung über die jeweilige Person des Papstes hinausschauen und den Apparat des Vatikan betrachten.

Mit der Archivöffnung Anfang März 2020 sei dies nun gut möglich, so Valbousquet. So habe etwa der damalige Nuntius im besetzten Frankreich die von den Deutschen erlassenen Judengesetze in weiten Teilen begrüßt. Damit würde, so Nuntius Valeri, der schädliche Einfluss dieses Volkes zurückgedrängt, schrieb er an das Staatssekretariat.

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