Jetzt doch kein Konzert von Xavier Naidoo in Berlin?


Trotz antisemitischer Hetze im Netz sollte Naidoo in der Zitadelle Spandau auftreten. Plötzlich steht das Konzert auf der Kippe.

DER TAGESSPIEGEL

Der Sänger Xavier NaidooFoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Monatelang sah es aus, als sollte Xavier Naidoo trotz seiner massiven antisemitischen Hetze in Berlin auftreten dürfen. Noch am Dienstag versprach Veranstalter Trinity Music auf seiner Homepage, es werde gerade mit Hochdruck ein Ersatztermin gesucht, dieser werde in Kürze bekannt gegeben. Die Karten für das Konzert in der Zitadelle Spandau behielten ihre Gültigkeit.

Gleichzeitig pries die Firma den Sänger als „absolut herausragenden deutschen Interpreten“ mit „überragendem Talent, authentischem Stil und ausdrucksstarken Inhalten“. Naidoo habe sich stets für „seine Identität und Unabhängigkeit engagiert“.

Auf Anfrage des Tagesspiegels, ob Trinity Music wisse, dass Xavier Naidoo Holocaustleugnung verbreitet und Juden beschimpft, reagierte Trinity-Geschäftsführer Thomas Spindler aggressiv und ausfallend – allerdings gegenüber dem Tagesspiegel.

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