Sachsen ist nicht das Land der Querdenker und Impf-Skeptiker


  • Sachsen gilt vielen als Kernland der „Querdenker“ mit einer teils renitenten Bevölkerung.
  • Die Ergebnisse einer repräsentativen Studie sprechen dagegen.
  • Auffälligkeiten gibt es dennoch.

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Sachsen ist kein Land der Querdenker und Impf-Skeptiker. Eine erste repräsentative, regionalisierte Studie zur Einstellung der Bevölkerung gegenüber den Corona-Maßnahmen zeigt allerdings eine starke Verbreitung von Impf-Skepsis, Verschwörungsdenken und Regierungskritik. Es gebe aber Unterschiede zwischen Regionen, sozialen Gruppen, politischer Orientierung, sagte der Direktor des Mercator Forums Migration und Demokratie (MIDEM) der TU Dresden, Hans Vorländer, bei der Vorstellung der Ergebnisse am Mittwoch in Dresden.

„Das Bild, dass Sachsen ein Kernland der Querdenker sei und eine in Teilen renitente Bevölkerung habe, die einzelne Maßnahmen strikt ablehnt, ist so gezeichnet zurückzuweisen.“ Diese Feststellung freute Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) ebenso wie diejenige, dass Befürworter und Kritiker der Maßnahmen in ähnlichem Verhältnis wie in anderen Regionen Deutschlands vertreten seien.

Die meisten Befragten verstehen die Corona-Maßnahmen, tragen sie mit und wollen sich impfen lassen. „Das sind gute Grundlagen, damit wir die Pandemie bewältigen und uns auch für die Zukunft schützen“, sagte Köpping. Mit der Studie habe man nun eine repräsentative Faktenbasis für das zukünftige Handeln.

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