Sexualisierte Gewalt im Erzbistum Berlin: Laiengremium stellt Machtfrage


Das Erzbistum veröffentlicht Details zu Fällen sexualisierter Gewalt. Bischof Koch wird zum Handeln ermahnt. Auch Vorgänger Woelki spielt eine Rolle.

Stefan Hunglinger | taz

Lai­en­ver­tre­te­r*in­nen in Berlin und Köln mahnen ein Handeln bei der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche an. Nachdem das Erzbistum Berlin am Freitag weitere Einzelheiten zu Vorfällen in seinem Bereich veröffentlicht hatte, fordert der Diözesanrat – das höchste Laiengremium des Bistums – einen Maßnahmenplan „mit Meilensteinen und Zielvorgaben“ bis zum Ende des Sommers. „Neben Machtstrukturen müssen weitere bereits bekannte Risikofaktoren angegangen und verändert werden“, sagte Diözesanrätin Johanna Jungbluth der taz.

Auch der umstrittene Bischof Rainer Maria Woelki findet Erwähnung in dem am Freitag veröffentlichten Teil C eines Gutachtens mit dem Titel „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich des Erzbistums Berlin seit 1946“. Woelki leitete 2011-2014 das Berliner Erzbistum.

weiterlesen