Skandalstudie zu palästinensischen Schulbüchern: Hass, wie er im Buche steht


Deutsche Forscher behaupten, palästinensische Schulbücher entsprächen den Unesco-Richtlinien. In Wahrheit wird Terror verherrlicht und Hass gesät

Muhamad Abdi, Sebastian Leber | DER TAGESSPIEGEL

Unterricht an einer Schule in Gaza.Foto: imago

Plötzlich ging es ganz schnell. Nachdem die EU-Studie, die das Ausmaß von Judenhass und Gewaltaufrufen in palästinensischen Schulbüchern untersuchen sollte, wochenlang unter Verschluss gehalten wurde, ist sie am Freitag überraschend veröffentlicht worden. Die gute Nachricht: Die beteiligten Forscher geben Entwarnung. Die untersuchten Bücher entsprächen den Uneso-Richtlinien. Die schlechte Nachricht: Es ist nach Lektüre der Studie schwer ersichtlich, wie die Forscher zu diesem Fazit gelangen konnten.
Dass palästinensische Schulbücher systematisch Gewaltaufrufe und Hass gegen Juden enthalten, ist seit Jahren bekannt. Das EU-Parlament sieht dringenden Handlungsbedarf, doch sowohl die EU-Kommission als auch die Bundesregierung wollten zunächst abwarten und gaben eine Studie beim Braunschweiger Georg-Eckert-Institut, dem Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung, in Auftrag. Die Forscher untersuchten 190 Lehrbücher, die zwischen 2017 und 2020 vom palästinensischen Bildungsministerium herausgegeben wurden, in Fächern wie Arabisch, Sozialkunde, Geschichte, Geographie und Religionserziehung sowie in Mathematik und Naturwissenschaften.

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