„Lost in Europe“: 440 tote Kinder innerhalb 1,5 Jahre

Bild von kalhh auf Pixabay

Nach Recherchen des Verbundes „Lost in Europe“ sind von Januar 2018 bis Juni 2019 mindestens 440 Kinder und Jugendliche auf der Flucht in ein Land der Europäischen Union gestorben. Darunter 35 Babys.

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Das meldet der Sender rbb am Sonntag unter Berufung auf Daten des Rechercheverbundes „Lost in Europe“. Die meisten Kinder seien durch Ertrinken gestorben, wie es weiter hieß. Sie versuchten allein oder in Begleitung, von der Türkei, Libyen oder Marokko über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) machen die im Mittelmeer ertrunkenen Kinder etwa ein Viertel aller auf der Flucht gestorbenen Kinder weltweit aus.

Identität oft ungeklärt

Für „Lost in Europe“ zählen laut Angaben auch Kinder zu den Opfern, die bei Schleusungen innerhalb Europas oder in Flüchtlingslagern ums Leben kamen. Dies betrifft etwa Personen, die in LKW durch Europa transportiert und bei Autounfällen tödlich verletzt wurden. Bei einem Drittel der ums Leben gekommenen Kinder konnte die Identität bis heute nicht aufgeklärt werden, hieß es.

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