Missbrauch in der Kirche: Hunderte neue Hinweise


Sowohl bei Betroffenen-Initiativen als auch bei den katholischen Bistümern gehen weiter viele Hinweise auf Missbrauch in der Kirche ein. Schätzungen gehen sogar von Zehntausenden Opfern aus.

stern.de

Ein Wegekreuz in Baden-Württemberg. Foto: Felix Kästle/dpa ©dpa-infocom GmbH

Seit Veröffentlichung der MHG-Studie über Missbrauch in der katholischen Kirche sind zahlreiche Hinweise auf weitere Fälle bekannt geworden.

«Beim Eckigen Tisch dürften sich in drei Jahren etwa 250 Menschen deutschlandweit gemeldet haben», sagte Matthias Katsch von der Betroffenen-Initiative – und das sei wohl nach wie vor nur die Spitze des Eisberges: «Ich gehe davon aus, dass auf jede betroffene Person, die sich bislang gemeldet hat, mindestens drei kommen, die abwarten.»

Auch die Bistümer bekommen immer mehr Hinweise: Allein bei den sieben Bistümern in Bayern waren es mindestens 205, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, darunter allerdings auch zahlreiche Hinweise auf «Grenzüberschreitungen», die strafrechtlich nicht als sexueller Missbrauch gewertet werden. Bundesweite Zahlen gibt es nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) nicht.

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