Transgender-Kriege


Die Änderung des Geschlechts war erst ab dem 20. Jahrhundert ein Thema.* Dieses neue Konzept verwirrte viele Gemüter, mit einer Feindseligkeit gegenüber Transmenschen. Aber jetzt haben sie glücklicherweise den Streit um ihr Recht, sie selbst zu sein, gewonnen. Tatsächlich scheinen wir ins andere Extrem gegangen zu sein. Transgender-Themen sind zu einem Minenfeld der politischen Korrektheit geworden, mit einer erbarmungslosen Orthodoxie, die man nicht in Frage stellen darf.

Frank S. Robinson | RDF

Hier sind die biologischen Fakten. Normale Frauen – ich verwende „normal“, um damit die Mehrheit der Menschen zu beschreiben, andere spiegeln natürlich vorkommende Unterschiede wider – haben zwei X-Chromosomen; Männer ein X und ein Y. Diese Gene steuern die Entwicklung der Geschlechtsmerkmale eines Embryos. Männliche und weibliche Anatomien unterscheiden sich, ebenso wie die dazugehörige Gehirnsoftware. All dies in die Gebärmutter zu implementieren ist ein komplexer, kniffliger Prozess, bei dem es zu Pannen kommen kann.

Aus Gründen der Fortpflanzung sagt die Standard-Gehirnsoftware den Männern offensichtlich, dass sie sich mit Frauen paaren sollen und andersherum. Aber manchmal gibt es Varianten der Software, die zu gleichgeschlechtlicher Anziehung führen. Das ist keine Wahl. (Versuchen Sie sich vorzustellen, es auswählen.)

Seltener ist eine Fehlanpassung zwischen Anatomie und Gehirnsoftware. Eine genetisch und anatomisch weibliche Person kann ein männliches Gehirn bekommen und sich im Kopf männlich fühlen. Dies wird als Geschlechtsdysphorie bezeichnet. Das ist kein psychologischer Zustand, sondern tatsächlich biologisch bedingt. Es neigt dazu, sich recht früh im Leben zu zeigen (weil Männer und Frauen unterschiedlich erzogen und akkulturiert werden), und es kann durch keine Psychotherapie weggeredet werden. Wiewohl natürlich manche Menschen versuchen, es zu bekämpfen oder zu leugnen und damit zu leben.

Aber jetzt kann es korrigiert werden. Solche Kinder erhalten typischerweise Pubertätsblocker, um die sexuelle Reifung bis zu einem Alter zu verzögern, in dem sie eine fundierte Entscheidung treffen können, sich einer geschlechtsangleichenden Behandlung zu unterziehen. Das ist zumindest die Idee. Wir werden darauf zurückkommen.

Früher schien Geschlechtsdysphorie recht selten zu sein. Nun ist das, bei all der Aufmerksamkeit und dem leichten Zugang zu Behandlungen, nicht mehr so. Tatsächlich hat es eine Art Gütesiegel bekommen, mit der Umwandlung nicht nur akzeptiert, sondern sogar attraktiv gemacht zu werden.

Wir sehen daher eine Epidemie von „spät einsetzender Geschlechtsdysphorie“, die während der Pubertät und Adoleszenz auftritt. Die meisten davon sind Mädchen, die sich als Transmänner outen. Und die heutige Gesellschaft ist hinsichtlich ihrer Entscheidung sehr unterstützend – sogar feindselig gegenüber jeglichen Hindernissen. Oft wird sofort, mit dem Ziel einer Operation, auf Pubertätsblocker und/oder Hormonbehandlungen umgestellt. In einem australischen Fall wurde den Eltern, die sich dagegen wehrten, das Kind weggenommen.

Aber, warten Sie einen Moment. Diese Jahre sind selbst für normale Kinder emotional und psychologisch turbulent. Sie ringen mit ihrer aufkommenden Sexualität und persönlichen Identität, reagieren besonders empfindlich auf sozialen Druck und ihren Platz in einer Gruppe Gleichaltriger. Jetzt werden sie mit positiven Botschaften über Transsexualität bombardiert, das Internet ist voll davon. Trans-Kids werden mit Bestätigung überschüttet, so dass es hip, cool, schick aussieht. Während das Normalsein so… langweilig ist. Sich selbst davon zu überzeugen, dass die eigenen verwirrenden sexuellen Gefühle bedeuten, dass man Trans ist, mag ein guter Weg sein, um Aufmerksamkeit zu bekommen, sich Klarheit zu verschaffen und eine ausgefallene persönliche Identität zur Geltung zu bringen. (Früher gab es dafür den Begriff „Drama-Queen“.)

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