Woelki: Ich übernehme Verantwortung für vergangenes Unrecht – wie oft denn noch


Der Kölner Kardinal hat seinen Umgang mit Missbrauchsfällen erneut verteidigt und betont, dass er Verantwortung für vergangenes Unrecht übernehme. Dies sei für ihn auch eine Verpflichtung, die er Gott gegenüber habe.

katholisch.de

Kardinal Rainer Maria Woelki hat sein Vorgehen bei der Missbrauchsaufarbeitung im Erzbistum Köln erneut verteidigt. In den vergangenen Wochen habe er oft gehört, er solle moralische Verantwortung übernehmen, sagte Woelki am Sonntag in seiner wöchentlichen Videobotschaft „Wort des Bischofs“. „Ja, diese Leute haben eigentlich völlig recht: Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich versuche, vergangenes Unrecht wieder gut zu machen“, sagte der Kardinal wörtlich. Dies gehöre zur Umkehr, zur Buße dazu, wie man sie in der Kirche seit jeher kenne.

„Dazu gehört es für mich auch, stellvertretend Verantwortung für vergangenes Unrecht zu übernehmen. Immerhin geht es um ein gutes Stück Gerechtigkeit für die Betroffenen“, so Woelki weiter. Die großen Moralphilosophen beschrieben Verantwortung in zwei Richtungen: Man trage Verantwortung für vergangene Taten, auf die man Einfluss gehabt habe und die einem zugerechnet werden könnten; Verantwortung habe man aber auch für zukünftige Handlungen.

weiterlesen