„Gefangen im Netz“: Erschreckendes Filmexperiment zu Kindesmissbrauch


Männer, die sich an kleine Mädchen heranmachen: Die Doku „Gefangen im Netz“ warf in Tschechien ein Schlaglicht auf Kindesmissbrauch im Internet.

Michael Kieffer | heise online

Ob Lügde, Münster oder Bergisch Gladbach: Die Aufdeckung großer Missbrauchsfälle in Deutschland hat sexualisierte Gewalt an Kindern in den Fokus gerückt. Doch auch abseits solch großer Kriminalfälle lauert Gefahr – insbesondere im Internet, wo Eltern oft nichts mitbekommen. Nur wenige Klicks trennen die Täter von ihren potenziellen Opfern – etwa wenn Erwachsene über soziale Netzwerke gezielt Mädchen und Jungen kontaktieren, um beispielsweise an Nacktfotos zu kommen.

Um zu zeigen, wie dreist die Täter bei dieser auch Cybergrooming genannten Masche die Unerfahrenheit ihrer kleinen Opfer ausnutzen, und um junge Leute für die Risiken zu sensibilisieren, haben Filmschaffende in Tschechien ein aufsehenerregendes Experiment gewagt. Sie suchten drei sehr jung aussehende, aber volljährige Frauen, die sich auf Fake-Profilen in gängigen sozialen Netzwerken als zwölfjährige Mädchen ausgeben sollten. Die Filmleute bauten in den Kulissen eines Studios drei Kinderzimmer nach. Von dort aus sollten die Schauspielerinnen zehn Tage lang online gehen und schauen, von wem sie kontaktiert werden.

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