Die Links- oder Rechtshändigkeit von Molekülen soll zeigen, ob extrasolare Planeten belebt sind


Forscher aus Bern haben eine Methode vorgestellt, die es erlaubt, aus der Ferne belebte von unbelebten Flächen zu unterscheiden. Auf der Erde funktioniert das bereits.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Der Helikopter mit dem Messinstrument an Bord startet vom Flugplatz in Môtiers. Lucas Patty

Wer nach Leben auf fernen Planeten sucht, der sollte zumindest in der Lage sein, es auf der Erde zu erkennen. Aus geringer Distanz ist das kein Problem. Je weiter man sich allerdings von der Erde entfernt, desto rarer werden die Hinweise. Vom Rand unseres Sonnensystems aus ist von der ganzen irdischen Herrlichkeit nicht mehr viel zu sehen. Die Erde schrumpft zu einem Staubkorn und ist kaum noch von einem unbelebten Planeten zu unterscheiden.

Hoffnungslos ist die Situation allerdings nicht. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern hat in einem Pilotexperiment demonstriert, dass sich belebte und unbelebte Flächen auf der Erde anhand der Händigkeit von Molekülen unterscheiden lassen. Bis jetzt funktioniert das zwar nur aus der Flughöhe eines Helikopters. Doch die Forscher sind zuversichtlich, dass sich diese universelle Biosignatur auch über grössere Entfernungen hinweg nachweisen lässt.

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