Querdenker wollen selbst lehren: Schule mit Antisemitismus


Seitdem die Präsenzpflicht durch die Pandemie ausgesetzt ist, bilden sich private Lerngruppen. Was frei und selbstbestimmt klingt, hat üble Wurzeln.

Andreas Speit | taz

Kein Geschichtsunterricht? Querdenken ist vielleicht einfach so ähnlich wie querlesen Foto: imago/Christina Häußler/Einsatz-Report 24

Kein Lehrplan, keine Inhaltsvorgaben vom Staat: Freies Lernen möchte die sogenannte „School of Bliss“ (SoB) möglichst bald anbieten. In Zukunft solle sie ein „modernes Lernkonzept mit glücklichen Kinder und Lernbegleitern“ umsetzen, heißt es im Telegram-Kanal „School of bliss – by Life in Flow“ mit 4.446 Abonnent:innen.

In der Coronapandemie mit dem längerfristigen Wegfall der Präsenzpflicht haben sich vielerorts private Lerngruppen gebildet. Lehrende und Eltern bestärken sich gegenseitig in ihrer Suche nach neuen Bildungsideen. Eine SoB soll im Raum Lüneburg entstehen. Initiatorin Jacky Herder aus dem schleswig-holsteinischen Heide betreut Interessierte.

Seit Anfang des Jahres werden die Zoom-Konferenzen mit Herder auf norddeutscher SoB-Ebene beworben. Die Unternehmerin berichtet online vom „Martyrium“ ihrer Kinder durch Maskenzwang und Politikunterricht.

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